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3.2026: Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg

Haus & Grund Württemberg fordert Kurswechsel in der Wohnungspolitik 

Die Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg ist entschieden. „Nach der Wahl braucht es einen Perspektivwechsel. Wohnungspolitik sollte Eigentümer als Partner begreifen – nicht als Gegner“, sagt Sebastian Nothacker, Vorstand von Haus & Grund Württemberg. „Denn klar ist: Der Staat allein wird den Wohnraumbedarf nicht decken können.“ Private Vermieter stellen in Baden- Württemberg rund 80 Prozent des Mietwohnraums im Land bereit – oft zu moderaten Preisen und mit persönlichem Engagement. Wer sie stärkt, stärkt den Wohnungsmarkt insgesamt. Denn auch private Investitionen bleiben unverzichtbar, sowohl für Neubau als auch für die Modernisierung des Bestands. 

Unabhängig davon, welche Parteien künftig die Regierung bilden, steht fest: Die Erwartungen sind hoch. „Angesichts angespannter Wohnungsmärkte, steigender Baukosten und wachsender Unsicherheit braucht es jetzt klare, verlässliche Rahmenbedingungen“, so Nothacker. Für Haus & Grund Württemberg ist dabei entscheidend: Eine echte Wohnraumoffensive kann nur gemeinsam mit privaten Eigentümerinnen und Eigentümern gelingen. Wer sie belastet, riskiert Stillstand. „Deshalb brauchen wir keine Misstrauenskultur gegenüber Vermietern, sondern Respekt vor der Verantwortung, die private Eigentümer für ihre Mieterinnen und Mieter sowie für den Wohnungsbestand übernehmen.“ 

In den vergangenen Jahren jedoch hat sich vielerorts eine gegenläufige Entwicklung gezeigt. Zunehmende Regulierungen, zusätzliche Abgaben und rechtliche Unsicherheiten haben Investitionen gebremst. Instrumente wie die Mietpreisbremse, Kappungsgrenzen oder Umwandlungsverbote greifen tief in den Markt ein, ohne neuen Wohnraum zu schaffen. Im Gegenteil: Sie können dazu führen, dass Investitionen ausbleiben und dringend benötigte Wohnungen gar nicht erst entstehen. „Vermieten muss sich aber lohnen, sonst macht es keiner mehr“, so Nothacker. 

Heizungsgesetz wird abgeschafft – E-Wärme-Gesetz bleibt: Das muss sich ändern! 

„Klimaschutz darf Eigentümer nicht überfordern“, sagt Nothacker. Die Ziele sind unstrittig – doch der Weg dorthin muss realistisch, planbar und bezahlbar sein. Der Bund geht mit gutem Beispiel voran und will das Heizungsgesetz abschaffen. Wichtig ist jetzt, dass das Land Baden-Württemberg auch beim eigenen E-Wärme-Gesetz nachzieht und bei der Sanierung von Heizungsanlagen künftig nicht höhere Auflagen als der Bund verlangt. 

Ein weiterer Schlüssel liegt im Neubau. Mehr Wohnraum entsteht nur dort, wo ausreichend Bauland vorhanden ist und Verfahren zügig ablaufen. Hier hat das Land bereits den richtigen Weg mit der Vereinfachung von Bauvorschriften eingeschlagen und auch der vom Bund beschlossene Bauturbo hilft dabei. Wichtig ist jetzt, dass diese Richtung konsequent fortgeführt wird. 

Gleichzeitig taucht die Frage auf: Macht der Staat eine ganze Generation zu Mietern? Für junge Menschen wird der Weg ins eigene Zuhause nämlich zunehmend versperrt – hohe Erwerbsnebenkosten, insbesondere die Grunderwerbsteuer, stellen eine erhebliche Hürde dar. Hinzu kommt die steigende Grundsteuerbelastung. „Wohnen darf nicht zur übermäßigen Einnahmequelle der Kommunen werden“, so Nothacker. „Wohneigentum ist und bleibt ein zentraler Baustein für Vermögensbildung, Altersvorsorge und gesellschaftliche Stabilität. Wer Chancengleichheit fördern will, muss den Zugang dazu erleichtern – gerade für Ersterwerber und junge Familien.“ 

Die neue Landesregierung steht nun vor der Aufgabe, die richtigen Weichen zu stellen. Aus Sicht von Haus & Grund Württemberg gehören dazu insbesondere: eine faire Reform der Grundsteuer, die Abschaffung der Grunderwerbsteuer, gezielte Förderprogramme für Eigentumsbildung, eine weitere Vereinfachung des Baurechts, mehr Bauland sowie eine technologieoffene und investitionsfreundliche Energiepolitik. 

Unsere Botschaft nach dieser Wahl ist klar: Mehr Wohnraum entsteht nicht durch zusätzliche Regulierung, sondern durch bessere Rahmenbedingungen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, diesen Kurs einzuschlagen. 

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